Stoffwechsel


Erkrankung der Schilddrüse und Nebenschilddrüse

Hashimoto-Thyreoiditis

Hashimoto-Thyreoiditis (Autoimmunthyreoiditis Hashimoto, Chronische lymphozytäre Thyreoiditis): Chronische, autoimmun bedingte Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis), die insbesondere bei Frauen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auftritt. Meist verläuft die Erkrankung über Jahre hinweg beschwerdearm. Im Verlauf kommt es jedoch durch die teilweise bis völlige Zerstörung des Schilddrüsengewebes zu einer Störung der Hormonproduktion. Langfristig entwickelt sich eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), die jedoch phasenweise von kurzfristigen Überfunktionen (Hyperthyreosen) unterbrochen werden kann. Die Hashimoto-Thyreoiditis selbst ist nicht heilbar. Der dadurch hervorgerufene Hormonmangel lässt sich aber mit der lebenslangen Einnahme von Schilddrüsenhormonen gut beheben.

Symptome und Leitbeschwerden

  • Phasenweises Auftreten einer Schilddrüsenüberfunktion mit vermehrtem Schwitzen, verstärktem Herzschlag, Durchfall und Schlafstörungen.
  • Langfristig Beschwerden einer chronischen Schilddrüsenunterfunktion mit
    • gesteigerter Ermüdbarkeit, Antriebsarmut, Depressivität
    • vermehrtem Frieren, Verstopfung, Gewichtszunahme
    • Haarausfall, trockener Haut
    • verlangsamtem Herzschlag
    • Zyklusunregelmäßigkeiten.

    Wann in die Arztpraxis

    Demnächst, wenn oben genannte Beschwerden ohne erklärbare andere Ursache auftreten.

    Die Erkrankung

    Die Hashimoto-Thyreoiditis ist die häufigste Schilddrüsenentzündung und die häufigste Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Etwa 5 % der Bevölkerung weisen die krankheitsverursachenden Autoantikörper im Blut auf, aber nicht alle leiden unter einer Hypothyreose.

    Frauen sind neun Mal so oft betroffen wie Männer. Die Hashimoto-Thyreoiditis kann in allen Altersgruppen auftreten, am häufigsten ist sie jedoch bei Frauen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr.

    Hinweis: Etwa ein Viertel der Patient*innen mit Hashimoto-Thyreoiditis leidet auch gleichzeitig unter einer weiteren Autoimmunerkrankung, beispielsweise unter Morbus Addison, Morbus Basedow oder Diabetes.

    Krankheitsentstehung

    Bei der Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Dabei bildet der Körper Autoantikörper. Dabei handelt es sich um Eiweiße, die an Strukturen der Schilddrüsenzellen binden. Diese Antikörper stimulieren die T-Lymphozyten (das sind spezielle weiße Blutkörperchen), das Schilddrüsengewebe anzugreifen und zu zerstören. Dadurch kann die Schilddrüse nicht mehr ausreichend Hormone bilden und ins Blut abgeben, es entsteht eine Hypothyreose.

    Unklar ist allerdings noch, warum einige Menschen diese Autoantikörper bilden. Fachleute vermuten ein Zusammenspiel zwischen genetischer Veranlagung und Umwelteinflüssen wie Infektionen, Selenmangel oder Stressreaktionen. Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen soll die Erkrankung begünstigen, männliche Geschlechtshormone ihrer Entwicklung entgegenwirken.

    Formen. Unterschieden wird zwischen der hypertrophen Form, bei der die Schilddrüse sich vergrößert (Kropf), und der atrophischen Form, bei der sie immer kleiner wird. Beide Formen ähneln sich aber in Beschwerden, Diagnostik, Therapie und Prognose.

    Klinik

    Die autoimmune Erkrankung entwickelt sich meist schleichend und unbemerkt über einen längeren Zeitraum. Irgendwann ist so viel Schilddrüsengewebe zerstört, dass die Hormonstörungen beginnen. Häufig kommt es zunächst zu einer vorübergehenden Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose). Dieser auch Hashitoxikose genannte Zustand entsteht dadurch, dass die T-Zellen nicht nur die hormonbildenden Zellen, sondern auch die Hormonspeicher in der Schilddrüse angreifen. Durch deren Zerstörung gelangen große Mengen der Hormone flutartig in den Kreislauf. Im Blut steigt der Hormonspiegel und es entwickelt sich vorübergehend eine Hyperthyreose. Deren typische Anzeichen sind Herzrasen, innere Unruhe, Schlafprobleme sowie Gewichtsverlust trotz gutem Appetit.

    Bei weiterer Zerstörung bilden sich ein Hormonmangel und dadurch eine Schilddrüsenunterfunktion aus. Oft verläuft die Erkrankung auch in Schüben mit einem Wechsel von hyper- und hypothyreotischen Phasen. Sind die Hormone aufgebraucht und das Schilddrüsengewebe zerstört, ist der Hormonmangel der Dauerzustand.

    Schilddrüsenhormone sind an sehr vielen Vorgängen im Körper beteiligt. Dort kurbeln sie den Stoffwechsel an, fördern den Aufbau von Geweben und die Funktion von Herz und Kreislauf. Ihr Mangel führt folglich zu einer Verlangsamung und Drosselung körperlicher und seelischer Prozesse:

    • Allgemeinsymptome. Die Patient*innen fühlen sich müde und antriebsarm, ihre Konzentrationsfähigkeit sinkt und viele entwickeln depressive Beschwerden. Die Verdauung ist verlangsamt, es kommt zu Verstopfung und meist zu einer Gewichtszunahme. Weil die Wärmeproduktion vermindert ist, sind die Betroffenen vermehrt kälteempfindlich.
    • Haut und Haare. Die Haut fühlt sich kühl und trocken an, das Schwitzen ist vermindert. Das Haar ist dünn und brüchig, oft entwickelt sich Haarausfall.
    • Herz. Das Herz schlägt langsamer (Bradykardie), es droht eine Herzschwäche.
    • Geschlechtsorgane. Frauen leiden oft unter Zyklusstörungen, häufig bleiben Eisprung und Blutung ganz aus (sekundäre Amenorrhö).

    Bei einer ausgeprägten Hypothyreose kann sich ein generalisiertes Myxödem entwickeln. Dabei lagern sich langkettige Kohlenhydrate im Bindegewebe ein, ziehen Wasser an und lassen Haut und Muskulatur aufquellen. Teigige Schwellungen von Haut und Schleimhäuten sind die Folge. Diese finden sich an Unterschenkel, Augenlidern, Zunge und Lippen sowie an den Händen und Füßen. Sind die Stimmbänder beteiligt, wird die Stimme rau und das Sprechen mühsam.

    Komplikationen

    In selten Fällen kann es zu einer sehr schweren Komplikation, der Hashimoto-Enzephalopathie, kommen. Mehrere Ursachen werden dafür diskutiert. Eine davon ist eine Kreuzreaktion, d. h. dass die Schilddrüsen-Autoantikörper sich an Nervenzellen binden und zu deren Zerstörung führen. Klinisch zeigt sich dies durch diffuse Funktionsstörungen des Gehirns mit epileptischen Anfällen, Delir und Koma. Die Behandlung besteht aus einer hochdosierten Kortisongabe.

    Die Hashimoto-Thyreoiditis ist auch ein Risikofaktor für das extranodale Marginalzell-Lymphom (MALT), das vor allem im Magen-Darm-Trakt auftritt. Dabei handelt es sich um eine Krebserkrankung.

    Das macht die Ärzt*in

    Diagnosesicherung

    Manchmal führen Beschwerden wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder ständiges Frieren die Betroffenen in die Arztpraxis, in seltenen Fällen ist auch die Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf) der Anlass für eine Blutuntersuchung. Dabei werden zunächst die Hormone, bei Hormonmangel dann auch die Antikörper bestimmt. Oft kommt man einer Hashimoto-Thyreoiditis auch durch gängige Check-up-Untersuchungen auf die Spur.

    Laboruntersuchungen. Der Hormonmangel wird durch Messung der Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) erkennbar. Außerdem bestimmt man das in der Hypophyse gebildete TSH (Thyreoidea stimulierendes Hormon). TSH ist der Botenstoff, der die Produktion der Hormone in der Schilddrüse reguliert. Im Frühstadium (Hyperthyreose) sind T3 und T4 erhöht und TSH deshalb erniedrigt. Im weiteren Verlauf sinken T3 und T4 im Blut ab und TSH steigt – die Hypophyse versucht damit vergeblich, die Hormonproduktion wieder anzukurbeln.

    Ob einem Hormonmangel eine Hashimoto-Thyreoiditis zugrunde liegt, überprüft man durch Bestimmung der Autoantikörper. Bei 90 % der Patient*innen ist der Thyreoid-Peroxidase-Antikörper (TPO-AK) positiv, bei 50 % der Thyreoglobulin-Antikörper (Tg-AK).

    Bildgebende Diagnostik. Im Ultraschall lassen sich typische Anzeichen für die Zerstörung der Schilddrüse sehen: ein ungleich ausgebildetes Gewebe und vereinzelte narbige Areale. Meist ist die Schilddrüse verkleinert, die hypertrophe Hashimoto-Thyreoiditis mit vergrößerter Drüse kommt selten vor. Die verminderte Funktion der Schilddrüse kann man mithilfe der Szintigrafie nachweisen bzw. bestätigen. Sie ist daran erkennbar, dass das bei der Untersuchung intravenös gespritzte radioaktive Technetium weniger in die Schilddrüsenzellen aufgenommen wird. Eine Gewebeentnahme (Biopsie) der Schilddrüse ist in den meisten Fällen verzichtbar. Diese Untersuchung wird aber empfohlen, wenn es Verdachtsmomente auf Schilddrüsenkrebs gibt.

    Differenzialdiagnosen. Bei einer Hypothyreose auszuschließen sind andere Erkrankungen der Schilddrüse, wie z. B. die eitrige Thyreoiditis aufgrund einer bakteriellen Infektion, die Riedel-Thyreoiditis (eine weitere Autoimmunthyreoiditis) und die ebenfalls autoimmun bedingte Postpartum-Thyreoiditis, die bei Frauen drei bis sechs Monate nach einer Entbindung auftritt.

    Behandlung

    Eine ursächliche Behandlung der Hashimoto-Thyreoiditis gibt es bisher nicht. Das bedeutet, es besteht keine Möglichkeit, die chronische Entzündung und damit die Zerstörung der Schilddrüse aufzuhalten.

    Behandelt wird deshalb symptomatisch, wobei sich die Therapie nach der Stoffwechsellage der Schilddrüse richtet, also nach Höhe der Schilddrüsenhormonspiegel:

    Im (meist vorübergehenden) Stadium der Hyperthyreose bekommt die Patient*in Thyreostatika. Der Hormonmangel bei Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) wird dagegen mit der Gabe von Schilddrüsenhormonen behandelt (L-Thyroxin). Die erforderliche Dosis muss dabei individuell angepasst werden. Ziel ist, dass der Blutspiegel von TSH im niedrigen Normbereich liegt. Bei schwerer Hypothyreose beginnt man in sehr niedriger Dosierung und steigert diese langsam, da sonst das Herz zu schnell stimuliert wird. In der Regel ist die Hormoneinnahme lebenslang notwendig.

    Manche Patient*innen haben zwar Autoantikörper, aber noch eine ausreichende Hormonproduktion (Euthyreose). Sie benötigen kein L-Thyroxin. Da im Alter jedoch die Hormonproduktion kontinuierlich abfällt, sollte man regelmäßig die Schilddrüsenwerte überprüfen und gegebenenfalls eine Hormontherapie einleiten.

    Prognose

    Unbehandelt droht die Entwicklung einer schweren Hypothyreose mit all ihren Komplikationen. Wird der Hormonmangel mit der Gabe von Schilddrüsenhormonen ausgeglichen, sind Lebensqualität und Lebenserwartung normal.

    Ihre Apotheke empfiehlt

    Hormone zuverlässig einnehmen. Für den Organismus ist es wichtig, dass die verordneten Hormone regelmäßig und möglichst immer zur gleichen Zeit eingenommen werden. Um eine reibungslose Hormonaufnahme zu erreichen, sollen die Tabletten mit einem Glas Wasser auf leeren Magen geschluckt und danach noch 30 bis 60 Minuten mit dem Essen gewartet werden. Wer seine Hormone lieber abends nehmen möchte, sollte zwei Stunden vorher nichts essen.

    Vorsicht mit Jod. Erkrankte sollten Jod in hohen Dosen meiden, so auch Jodkombinationspräparate (betrifft Schilddrüsenmedikamente, aber auch Nahrungsergänzungsmittel). Jod fördert in höherer Dosierung die Autoimmunprozesse an der Schilddrüse und die Aktivierung von Zellen, welche die Immunprozesse verursachen. Jodreiche Nahrungsmittel wie Seefisch, Sushi, Milch und Milchprodukte sollten eingeschränkt werden. Jodiertes Speisesalz und mit Jodsalz hergestellte Lebensmittel sind vom Speiseplan am besten gänzlich zu entfernen.

Kropf

Kropf (Struma): Knotige oder gleichmäßige Vergrößerung der Schilddrüse (diffuse Struma) infolge einer zu geringen Jodzufuhr durch Trinkwasser und Nahrung (Jodmangelstruma). Hiervon sind je nach Untersuchungsmethode und Definition mindestens 15 % der deutschen Bevölkerung betroffen, Frauen mehr als Männer und Ältere mehr als Jüngere.

Am häufigsten ist der Kropf mit einer normalen Schilddrüsenfunktion (euthyreote Struma) verbunden, seltener mit einer Überfunktion oder Unterfunktion der Schilddrüse (hyper- bzw. hypothyreote Struma). Die Tatsache eines Kropfs hat also zunächst einmal nichts mit der Funktionslage zu tun.

Der Kropf selbst verursacht meist erst ab einer stärkeren Vergrößerung Beschwerden, doch steigt durch ihn das Risiko für behandlungspflichtige Schilddrüsenüberfunktionen. Zudem ist das Risiko, an einem Schilddrüsenkrebs zu erkranken, etwa siebenfach erhöht.

Leitbeschwerden

Einen mäßig ausgeprägten Kropf spürt der Betroffene in der Regel nicht, ein stark vergrößerter Kropf führt zu folgenden Beschwerden:

  • Druck- und Engegefühl im Halsbereich
  • Missempfinden beim Tragen hochschließender Kleidung
  • Sichtbare Schwellung des Halses
  • Bei sehr großem Kropf: Einengung der Luftröhre oder der Speiseröhre mit Heiserkeit, Atem- und Schluckbeschwerden.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn eine dieser Beschwerden auftritt oder sich die Schilddrüse beim Betasten vergrößert anfühlt.

Die Erkrankung

Leider ist das Ackerland Mitteleuropas, abgesehen von den Küstenregionen, sehr jodarm, weil in der letzten Eiszeit viel Jod aus den Böden gewaschen wurde. Daher kann sich nur wenig Jod in Nahrung und Trinkwasser anreichern. Jod ist für die Bildung der Schilddrüsenhormone unerlässlich. Bei einem Jodmangel vermehrt und vergrößert die Schilddrüse ihre hormonbildenden Zellen (Follikel), um möglichst das gesamte von der Nahrung angebotene Jod aufnehmen und verwerten zu können: Die Schilddrüse wird größer, ein Kropf entsteht.

Jodmangel kann neben der gleichmäßigen („diffusen“) Vergrößerung des Schilddrüsengewebes auch zu knotigen Veränderungen führen.

Neben dem Wachstum besteht die Gefahr der so genannten Schilddrüsenautonomie. Normalerweise produziert jede Schilddrüsenzelle nur eine kleine Menge an Schilddrüsenhormonen, genau so viel, wie der Körper braucht. Dieser Bedarf wird durch die Steuerhormone von Hypothalamus und Hypophyse reguliert (Schema des Hormonsystems). Eine gesunde Schilddrüse hat aber auch kleine Zellbezirke, die sich dieser Steuerung entziehen und ungehemmt („autonom“) Schilddrüsenhormone produzieren, was aber durch eine Unterdrückung der übrigen Schilddrüsenbezirke wieder ausgeglichen wird. Bei Jodmangel vermehren sich die autonomen Schilddrüsenzellbezirke und geben soviel Schilddrüsenhormon in die Blutbahn ab, dass eine Schilddrüsenüberfunktion entsteht. Diese autonomen Schilddrüsenzellbezirke können diffus über die Schilddrüse verteilt oder in einem oder mehreren Knoten konzentriert vorliegen.

Warnhinweis: Bei hoher Jodzufuhr, etwa durch Röntgenkontrastmittel oder jodhaltige Medikamente, kann eine bisher nicht bemerkte Schilddrüsenüberfunktion durch diese übermäßige Jodaufnahme eine lebensgefährliche thyreotoxische Krise auslösen.

Das macht der Arzt

Diagnosesicherung. Zur Klärung des Funktionszustands der Schilddrüse werden im Blut die Hormone TSH, fT3 und fT4 bestimmt. „f“ steht für ein freies, nicht an Trägersubstanzen gebundenes Hormon. Findet sich eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, werden per Ultraschall die Größe der Schilddrüse bestimmt und Knoten ausgeschlossen. Ist jedoch ein Knoten nachweisbar, wird eine Schilddrüsenszintigrafie durchgeführt und im Anschluss gegebenenfalls eine Feinnadelbiopsie (Entnahme einer Gewebeprobe über einen Stich durch die Haut), um einen bösartigen Schilddrüsentumor ausschließen zu können.

Zeigen die Blutwerte eine Fehlfunktion der Schilddrüse an, so wird mit weiteren, speziellen Blutwerten (Antikörper gegen Schilddrüsengewebe) eine Schilddrüsenentzündung oder eine Autoimmunerkrankung ausgeschlossen. Im Einzelnen werden untersucht:

  • MAK (Mikrosomale Antikörper)
  • TAK (Thyreoglobulin Antikörper)
  • TRAK (TSH-Rezeptor-Antikörper)
  • TPO-AK anti-TPO, Thyreoidale Peroxidase-Antikörper

Links normales Schilddrüsenszintigramm bei regelrechter Schilddrüsenfunktion. In der Mitte das Szintigramm einer 34-jährigen Patientin mit einem Kropf (diffuse Struma) bei ebenfalls noch regelrechter Schilddrüsenfunktion. Rechts das Szintigramm eines 40-jährigen Mannes mit autonomem Adenom. Der heiße Knoten (rote Farbe) ist leicht zu erkennen, das übrige Schilddrüsengewebe ist „kaltgestellt“ (blaue Farbe).

Links normales Schilddrüsenszintigramm bei regelrechter Schilddrüsenfunktion. In der Mitte das Szintigramm einer 34-jährigen Patientin mit einem Kropf (diffuse Struma) bei ebenfalls noch regelrechter Schilddrüsenfunktion. Rechts das Szintigramm eines 40-jährigen Mannes mit autonomem Adenom. Der heiße Knoten (rote Farbe) ist leicht zu erkennen, das übrige Schilddrüsengewebe ist „kaltgestellt“ (blaue Farbe).

Therapie. Die Therapie der Jodmangelstruma bei normaler hormoneller Funktion (euthyreot) richtet sich nach dem Alter des Patienten und der Beschaffenheit des Kropfs. Bei jüngeren Patienten mit diffuser Schilddrüsenvergrößerung ohne Autonomie reicht oft die Einnahme von Jodid oder des Schilddrüsenhormons Levothyroxin über mehrere Monate mit anschließender Jodvorsorge.

Endokrinologen raten davon ab, Schilddrüsenhormon-Präparate zu wechseln, da die verschiedenen Levothyroxin-haltigen Medikamente in ihrer Bioverfügbarkeit variieren, was bedeutet, dass der Körper den Wirkstoff unterschiedlich schnell und nicht in gleichem Umfang aufnimmt. Dadurch kann sich die Konzentration des schilddrüsenstimulierenden Hormons TSH ändern. Eine falsche Dosierung von Levothyroxin kann Herz, Knochen und Psyche beeinträchtigen. Ist eine Umstellung der Präparate nötig, sollte 6–8 Wochen später eine Kontrolle des TSH-Spiegels im Blut erfolgen.

Levothyroxin-haltige Arzneimittel sollen morgens nüchtern eingenommen werden – in der Regel 30 bis 60 Minuten vor dem Frühstück. Diverse Nahrungsmittel können die Resorption des Wirkstoffs herabsetzen. Insbesondere Kalzium beeinträchtigt die Levothyroxinaufnahme. Kalziumhaltige Lebensmittel, wie Milch oder Milchprodukte, sollten deshalb in gebührendem Abstand verzehrt werden. Vorsicht ist auch bei kalziumhaltigem Wasser geboten.

Ein knotiger Kropf mit Verdacht auf Krebs, mit Autonomie oder in einer Größe, die die Luftwege beeinträchtigt, erfordert eine Operation. Nach Möglichkeit belässt der Arzt etwa 4 ml gesundes Schilddrüsengewebe, das die Hormonproduktion weiterhin übernehmen soll. Alternativ wird bei einem Kropf mit Autonomie eine Radiojodtherapie durchgeführt.

Vorsorge

Mehr als 90 % der Kropferkrankungen könnten durch eine ausreichende Jodversorgung verhindert werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen und Jugendlichen 200 µg Jod pro Tag.

  • Verwenden Sie jodiertes Speisesalz, am besten eines, das neben Jod auch mit Folsäure angereichert ist, da ein Folsäuremangel auch ernstzunehmende Erkrankungen nach sich ziehen kann.
  • Setzen Sie gute Jodlieferanten wie Meeresfische (z. B. Seelachs, 260 µg Jod pro 100 Gramm) und andere Meerestiere regelmäßig auf Ihren Speiseplan.
  • Fragen Sie beim Kauf von Lebensmitteln (z. B. beim Bäcker), ob sie Jodsalz enthalten oder achten Sie auf das Jodsiegel. Bei Fertigprodukten wird die Verwendung von Jodsalz auf der Verpackung angegeben.
  • Sorgen Sie mit Jodtabletten einem Kropf vor, z. B. in Phasen erhöhten Jodbedarfs (Pubertät, Schwangerschaft und Stillzeit) oder bei unausgewogener Ernährung.
  • Mit einem Schlucktest können Sie Ihre Schilddrüse selbst überprüfen. Dazu halten Sie einen Handspiegel so, dass Sie den Teil des Halses zwischen Kelhkopf und Schlüsselbein sehen können. Dann trinken Sie einen Schluck Wasser und beobachten, ob unterhalb des Kehlkopfes Schwellungen hervortreten.

Weiterführende Informationen

  • www.jodmangel.de – Internetseite vom Arbeitskreis Jodmangel, Groß Gerau: Sehr detailliertes Hintergrundwissen und praxisnahe Informationen, bietet unter der Rubrik Service kostenlos bestellbare Broschüren.
  • www.dge.de – Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V., Bonn: Über die Stichwortsuche, z. B. Schilddrüse, finden Sie zahlreiche Informationen und Tipps zur jodreichen Ernährung.
  • www.schilddruese.de – Internetseite der Schilddrüsen-Initiative Papillon, Berlin: Anschaulich beschrieben finden Sie hier alles zum Thema Schilddrüse sowie unter der Rubrik Infomaterial kostenlose Broschüren zum Herunterladen. Sehr empfehlenswert.
  • P. Pfannenstiel; L.-A. Hotze: Wirksame Hilfe für die Schilddrüse. Trias, 2003. Umfassend aufklärendes Buch, beinhaltet alles, was es rund ums Thema Schilddrüse zu wissen gibt.

Multiple endokrine Neoplasie (MEN)

Multiple endokrine Neoplasie (MEN): Oberbegriff für seltene erbliche Erkrankungen (MEN I und MEN II) mit mehreren gleichzeitig existierenden Tumoren in verschiedenen hormonbildenden Organen. MEN können sowohl gut- als auch bösartig sein. MEN sind selten, treten aber familiär gehäuft im Erwachsenenalter zwischen 20 und 60 Jahren auf.

MEN I (Wermer-Syndrom): Tumoren in Nebenschilddrüse, Bauchspeicheldrüse und/oder Hypophyse.

MEN IIa (Sipple-Syndrom): Beim MEN IIa besteht neben Tumoren des Nebennierenmarks (Phäochromozytome) und Tumoren der Nebenschilddrüse fast immer ein medulläres Schilddrüsenkarzinom.

MEN IIb (Gorlin-Syndrom): Neben den beschriebenen Tumoren des MEN IIa kommen zusätzlich Veränderungen von Nervenzellanhäufungen und des Körperbaus (schlank, lange Extremitäten, überstreckbare Gelenke) hinzu.

Die Prognose richtet sich nach der Ausdehnung der Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose. Tendenziell ist die Prognose für die MEN I besser als die für MEN II.

Nebenschilddrüsen-Unterfunktion

Nebenschilddrüsen-Unterfunktion (Hypoparathyreodismus): Mangel an Parathormon infolge der durch Schilddrüsen- oder sonstige Halsoperationen entfernten Nebenschilddrüsen. Sehr selten handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung oder um ein völliges Fehlen (Aplasie) der Nebenschilddrüsen von Geburt an. Kennzeichnend sind Missempfindungen (Kribbelgefühl) an Händen und Füßen sowie Muskelkrämpfe. Die Erkrankung ist gut durch Kalziumgaben behandelbar.

Die Erkrankung

Der Mangel an Parathormon verursacht einen Kalziummangel im Blut, dieser führt zu einer Übererregbarkeit von Nerven und Muskulatur und zu gesteigerten Muskelreflexen. Zusätzlich kommt es zu anfallsartigen Muskelkrämpfen, verbunden mit einer für die Krankheit typischen Pfötchenstellung der Hände.

Das macht der Arzt

Durch Beklopfen des Gesichtsnervs im Bereich der Wangen versucht der Arzt, ein charakteristisches Zucken der Mundwinkel zu provozieren (Chvostek-Zeichen). Auch beim Blutdruckmessen versucht er, das Trousseau-Zeichen auszulösen: Bei aufgeblasener Blutdruckmanschette kommt es zur Pfötchenstellung der Finger. Im Blut findet er erniedrigte Kalzium- und Parathormon-Spiegel.

Die Therapie ist eine Kalziumeinnahme in Kombination mit Vitamin D. Regelmäßige Kontrollen des Blutkalziumspiegels sind erforderlich.

Vorsorge

Um eine Nebenschilddrüsen-Unterfunktion als Komplikation einer Schilddrüsenoperation zu verhindern, wird heute vorsorglich eine der 4 Nebenschilddrüsen während der OP herausgenommen und in einem Muskel wieder eingepflanzt. Diese Autotransplantation eignet sich auch als vorbeugende Maßnahme, wenn beispielsweise durch eine Bestrahlung der Schilddrüse die Nebenschilddrüsen zerstört werden könnten.

Nebenschilddrüsen-Überfunktion

Nebenschilddrüsen-Überfunktion (Hyperparathyreoidismus, HPT): Gesteigerte Bildung von Parathormon, entweder durch eine Funktionsstörung der Nebenschilddrüse (primärer Hyperparathyreoidismus, pHPT) oder durch einen Kalziummangel ausgelöste „reaktive“ Mehrproduktion von Parathormon (sekundärer Hyperparathyreoidismus, sHPT).

Kommt es im Verlauf eines sekundären Hyperparathyreodismus zu einer Hyperkalzämie spricht man von einem tertiären Hyperparathyreodismus (tHPT). Hier besteht ein Mißverhältnis zwischen Parathormonsekretion und Bedarf.

Die Erkrankung

Der primäre Hyperparathyreoidismus ist durch eine übermäßige Produktion von Parathormon gekennzeichnet und wird z. B. durch gutartige Tumoren (Nebenschilddrüsenadenome) ausgelöst. Die Betroffenen leiden unter den Folgen des stark erhöhten Kalziumspiegels im Blut, so unter Nierensteinen („Steinpein“), Übelkeit („Magenpein“), Magengeschwüren und psychischen Beschwerden wie depressiver Verstimmung. Ferner verlieren die Knochen Kalzium, wodurch es zu Knochenschmerzen („Beinpein“, Osteomalazie) kommt, einhergehend mit Muskelschwäche und rascher Ermüdbarkeit.

Der sekundäre Hyperparathyreoidismus ist meist eine Begleiterkrankung eines fortgeschrittenen Nierenversagens. Die Übermenge an Parathormon zieht Kalzium aus den Knochen. Dies führt rasch zu einer Entkalkung der Knochen und längerfristig zum nachweisbaren Verlust von Knochensubstanz, zusätzlich noch verstärkt durch den Mangel an Vitamin D. Es kommt zu einer Mischung aus Osteoporose und Osteomalazie, was sich in Knochenschmerzen, „spontanen“ Knochenbrüchen und Muskelschwäche äußert – allerdings nur bei 10 % der Betroffenen. Die übrigen Beschwerden der primären Form treten bei der sekundären nicht auf, weil kein Überangebot an Kalzium im Blut besteht.

Das macht der Arzt

Primärer Hyperparathyreoidismus. Die Behandlung besteht in der operativen Entfernung der Nebenschilddrüsen. Typischerweise werden drei der vier Nebenschilddrüsen entfernt und von der vierten ein Rest belassen, der an einen leicht zugänglichen Ort verpflanzt wird (bei einem Rückfall ist eine Zweitoperation dann viel einfacher). Die Operation sollte frühzeitig erfolgen, damit bleibende Nierenschäden vermieden werden.

Sekundärer Hyperparathyreoidismus. Die Behandlung ist schwierig, wobei die Behandlung der Grunderkrankung bei der Therapie im Vordergrund steht.

Schilddrüsenentzündung, subakute

Subakute Schilddrüsenentzündung (subakute Thyreoiditis de Quervain, Quervain-Thyreoiditis, granulomätöse Thyreoiditis): Von Medizinern auch heute noch nicht entschlüsselte Entzündung der Schilddrüse, typischerweise zwei Wochen nach einer Virusinfektion auftretend. Betroffen sind vor allem Frauen zwischen 20 und 40 Jahren. Eine Therapie ist meist nicht notwendig, die Entzündung heilt folgenlos.

Leitbeschwerden

  • Abgeschlagenheit und Krankheitsgefühl
  • Druckschmerzhafte Schilddrüse
  • Leichtes Fieber.

Die Erkrankung

Vermutet wird, dass es sich bei der subakuten Schilddrüsenentzündung um einen Autoimmunprozess nach einer Infektion mit Viren wie bei Mumps, Masern oder Pfeifferschem Drüsenfieber handelt. Sie tritt daher bevorzugt zwei Wochen nach einer Virusinfektion auf.

Das macht der Arzt

Im Blut findet der Arzt deutlich erhöhte Entzündungswerte (BSG und CRP). Die Schilddrüsenfunktion ist am Beginn der Entzündung meist hyperthyreot (Überfunktion) und wird später häufig wieder normal, manchmal auch hypothyreot (Unterfunktion). Der Schilddrüsenultraschall zeigt unregelmäßige, fleckige Veränderungen, die mit einer Schilddrüsenszintigrafie geklärt werden müssen.

In 80 % der Erkrankungsfälle kommt es zu einer Spontanheilung. Viele Patienten werden aber mit Schmerzmitteln (NSAR) und Kortison behandelt, weil die Beschwerden dadurch rascher abklingen. Hilft diese Therapie nicht, muss geprüft werden, ob die Diagnose richtig war.

Nach Beschwerdefreiheit kann die Dosis der Medikamente rasch etappenweise reduziert werden, nach spätestens 3 Monaten ist die Erkrankung geheilt.

Schilddrüsenkrebs

Schilddrüsenkrebs (Schilddrüsenkarzinom): Relativ seltener, überwiegend bei Frauen auftretender bösartiger Tumor, aber die häufigste Krebserkrankung hormonproduzierender Drüsen. Fast 90 % der Betroffenen haben Tumore, die vom Schilddrüsengewebe ausgehen.

Typischerweise gibt es keine speziellen Frühbeschwerden, da die Schilddrüsenfunktion durch den Krebs meist nicht verändert wird. Ein schmerzlos wachsender, einzelner Knoten gilt besonders bei jüngeren Menschen als Alarmzeichen. Häufig sind diese Knoten hart und gegenüber dem darunter liegenden Gewebe nur schwer verschiebbar.

Größere Karzinome oder solche, die in ihre Umgebung einwachsen, führen zur Einengung der Speise- oder Luftröhre, zu Schluckbeschwerden, Einziehung der Haut oder Heiserkeit, da der Kehlkopfnerv, der hinter der Schilddrüse verläuft, geschädigt wird. Damit einher gehen möglicherweise vergrößerte, schmerzlos verhärtete Halslymphknoten und Allgemeinbeschwerden wie Nachtschweiß, Gewichtsverlust und Fieber.

Als Risikofaktoren werden neben einer erblichen Veranlagung beim medullären Schilddrüsenkarzinom, (Röntgen-)Strahlenbelastungen und eine länger anhaltende Erhöhung von TSH diskutiert. Letztere kommt einer andauernden Anregung der Schilddrüse gleich.

Schilddrüsenkrebs wird in verschiedene Karzinome unterteilt, die sehr verschieden in ihrer Prognose sind:

Differenzierte Schilddrüsenkarzinome (85 %). Differenzierte Schilddrüsenkarzinome gehen von normalen Schilddrüsenzellen (Thyreozyten) aus und werden weiter in papilläre und follikuläre Schilddrüsenkarzinome unterteilt. Die papillären Karzinome sind die häufigsten bösartigen Karzinome der Schilddrüse und haben mit einer 10-Jahres-Überlebensrate von 90 % die günstigste Prognose. Prinzipiell kann jede Altersgruppe betroffen sein, am häufigsten sind es 40- bis 60-Jährige. Sowohl papilläre als auch follikuläre Karzinome beginnen zunächst mit einem langsamen Wachstum des Knotens. Mit zunehmendem Lebensalter der Betroffenen vermögen sie mitunter sehr schnell zu wachsen. Im Schilddrüsenszintigramm werden sie als kalter Knoten erkannt.

Anaplastisches Schilddrüsenkarzinom (10 %). Das Anaplastische Schilddrüsenkarzinom ist extrem bösartig, praktisch alle der meist über 60-jährigen Betroffenen sterben nach durchschnittlich 8 Monaten aufgrund der frühen Metastasierung des Tumors z. B. in die Lunge.

Medulläres Schilddrüsenkarzinom (5 %). Das medulläre Schilddrüsenkarzinom geht von den kalzitoninbildenden C-Zellen der Schilddrüse aus und wird deshalb auch als C-Zell-Karzinom bezeichnet. Oft tritt es gemeinsam mit der multiplen endokrinen Neoplasie II (MEN II) auf, teilweise ist es auch erblich bedingt. Die 10-Jahres-Überlebensrate beträgt 50 %.

Das macht der Arzt

15 % der Bevölkerung haben einen Kropf. Der Arzt hat also die Aufgabe, aus diesen Millionen von Patienten mit knotigen Veränderungen der Schilddrüsen die wenigen mit einem Schilddrüsenkrebs zu identifizieren. Ultraschall und Szintigrafie geben Hinweise; aus verdächtigen Knoten (insbesondere kalten, keine radioaktiv-markierte Substanzen aufnehmenden Knoten) wird mit einer Feinnadelbiopsie eine Gewebeprobe entnommen und anschließend mikroskopisch untersucht.

Die Therapie des Karzinoms besteht vor allem in der operativen Entfernung der Schilddrüse und der befallenen Lymphknoten. Bei den differenzierten Karzinomen ist nachfolgend eine Radiojodtherapie sinnvoll, da sie auch jodspeichernde Metastasen erreicht. Anaplastische und medulläre Karzinome werden oft mit Strahlen- oder Chemotherapie behandelt.

Wird die Erkrankung überlebt, sind jahrelange Kontrolluntersuchungen und die lebenslange Zufuhr der Schilddrüsenhormone per Hormonersatztherapie notwendig.

Schilddrüsenunterfunktion

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose): Erniedrigte Schilddrüsenhormone im Blut, was eine Vielzahl von Beschwerden hervorrufen kann. Das Auftreten und die Schwere der Beschwerden hängt davon ab, wie ausgeprägt der Hormonmangel ist. Insgesamt kommt es zu einer verminderten Stoffwechselaktivität (Hypometabolismus). Die Schilddrüsenunterfunktion ist nach dem Diabetes die häufigste endokrine Erkrankung, 4-mal so viele Frauen wie Männer sind betroffen, vor allem ab dem Alter von 60 Jahren.

Angeborene Hypothyreose: Eines von 4 000 Neugeborenen kommt mit einer Schilddrüsenunterfunktion auf die Welt. Gleich nach der Geburt fallen Bewegungsarmut, abgeschwächte Muskelreflexe und später auch Trinkunlust auf. Um die schweren Folgen des Jodmangels (Wachstumsverzögerung, verzögerte geistige Entwicklung und Sprachstörungen) zu vermeiden, wird – per Gesetz – am 5. Lebenstag ein Hypothyreosescreening durchgeführt: Hierzu werden 1–2 Tropfen Blut aus der Ferse entnommen, auf ein Filterpapier getropft und daraus das TSH bestimmt.

Leitbeschwerden

  • Verlangsamung, Müdigkeit, depressive Verstimmung
  • Erniedrigte Pulsfrequenz
  • Frieren, kühle und trockene Haut
  • Verstopfung, Gewichtszunahme
  • Stumpfe, trockene Haare, vermehrter Haarausfall
  • Hautschwellungen (teigige, gelbliche Hautverdickungen) und Gesichtsschwellung (Myxödem)
  • Sehr selten auch Bewusstseinsstörungen bis hin zum Myxödemkoma.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen bei zunehmender Antriebslosigkeit, verbunden mit Frieren sowie bei unerklärlicher Gewichtszunahme und Verstopfung

Sofort bei einer Verlangsamung des Pulses.

Die Erkrankung

Ursachen. Bei der primären Hypothyreose ist die Ursache eine verminderte Hormonproduktion in der Schilddrüse. Sie tritt am häufigsten nach einer Hashimoto-Thyreoiditis durch eine entzündungsbedingte Schrumpfung des Schilddrüsengewebes auf. An zweiter Stelle verursachen ärztliche Behandlungen wie Operationen, Radiojodtherapie oder Thyreostatika die Schilddrüsenunterfunktion.

Myxödemkoma (hypothyreotes Koma): Krisenhafte Verschlechterung einer unerkannten Schilddrüsenunterfunktion, früher nicht selten durch Operationen oder ärztliche Eingriffe ausgelöst, heute aber durch bessere Labordiagnostik sehr selten geworden. Durch Unterkühlung, schwere Infektionen und Stress kommt es zu Herzfrequenzverlangsamung, erniedrigtem Blutdruck, verlangsamter Atmung, Gesichtsschwellung und teigiger, kühler Haut. Unbehandelt tritt schließlich Bewusstlosigkeit und bei 50 % der Tod ein. Die Behandlung eines Myxödemkomas erfolgt auf der Intensivstation. Neben der Zufuhr von Schilddrüsenhormonen müssen Atmung und Kreislauf unterstützt und stabilisiert werden.

Bei der (seltenen) sekundären Hypothyreose kommt es durch eine Hypophysenstörung zu einer Fehlregulation des Schilddrüsenhormonspiegels.

Über die manifeste Schilddrüsenunterfunktion hinaus haben weitere 2 bis 5 % der deutschen Bevölkerung – das entspricht einer Zahl von bis zu 4 Millionen Betroffenen – eine subklinische Schilddrüsenunterfunktion, auch latente Schilddrüsenunterfunktion genannt: Dabei sind die Schilddrüsenhormon-Konzentrationen noch normal, aber das TSH erhöht, d.h. die Schilddrüse muss überstimuliert werden, um gerade noch ausreichend Schilddrüsenhormone zu produzieren.

Beschwerden. Die Beschwerden entwickeln sich meist allmählich über Jahre und werden oft lange Zeit nicht wahrgenommen oder falsch gedeutet. Vor allem ältere Patienten und ihre Angehörigen halten die Folgen der Schilddrüsenunterfunktion oft für normale Alterserscheinungen. Insbesondere Leistungsminderung, allgemeine Schwäche, Antriebsmangel, Gedächtnisminderung und depressive Verstimmung werden so hingenommen, obwohl sie leicht behandelbar wären.

Das macht der Arzt

Die Bestimmung des TSH- und der Schilddrüsenhormonspiegel geben Auskunft über die Schilddrüsenfunktion. Bei der primären Hypothyreose ist der TSH-Spiegel erhöht, bei der sekundären erniedrigt. Die Therapie besteht darin, die fehlenden Hormone meist über Jahre hinweg zu ersetzen. Die medikamentöse Behandlung mit Levothyroxin wird immer mit niedriger Dosierung begonnen und nach Kontrollen des TSH-Werts gesteigert, bis ein normaler Funktionszustand der Schilddrüse erreicht ist.

Endokrinologen raten davon ab, das Schilddrüsen-Präparat zu wechseln, da die verschiedenen Levothyroxin-haltigen Medikamente in ihrer Bioverfügbarkeit variieren, was bedeutet, dass der Körper den Wirkstoff unterschiedlich schnell und nicht in gleichem Umfang aufnimmt. Deswegen kann sich durch die Umstellung die TSH-Konzentration ändern. Eine falsche Dosierung von Levothyroxin kann Herz, Knochen und Psyche beeinträchtigen. Ist ein Medikamentenwechsel nötig, sollte 6–8 Wochen später eine Kontrolle des TSH-Spiegels im Blut erfolgen.

Levothyroxin-haltige Arzneimittel sollen morgens nüchtern eingenommen werden – in der Regel 30 bis 60 Minuten vor dem Frühstück. Diverse Nahrungsmittel können die Resorption des Wirkstoffs herabsetzen. Insbesondere Kalzium beeinträchtigt die Levothyroxinaufnahme. Kalziumhaltige Lebensmittel, wie Milch oder Milchprodukte, sollten deshalb in gebührendem Abstand verzehrt werden. Vorsicht ist auch bei kalziumhaltigem Wasser geboten.

Eine wichtige Rolle im menschlichen Immunsystem spielt Selen. Selenmangel kann eine Schilddrüsenunterfunktion zur Folge haben; dem liegt ein Gendefekt zugrunde. Deshalb sollte bei einer Schilddrüsenunterfunktion auch immer der Selenwert im Blut bestimmt und ein Mangel ausgeglichen werden.

Schilddrüsenüberfunktion

Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose): Übermäßige Bildung und Ausschüttung der Schilddrüsenhormone T4 (Thyroxin) und T3 (Trijodthyronin) mit der Folge gesteigerter Stoffwechselvorgänge.

80 % der Schilddrüsenüberfunktionen betreffen Frauen. Bei älteren Frauen (meist über 60) ist das autonome Adenom in der Regel die Ursache des Kropfs, bei jüngeren Frauen (meist unter 60) meist Morbus Basedow. Einmal entdeckt, sollte die Schilddrüsenüberfunktion in jedem Fall therapiert werden, um die Lebensqualität wieder zu normalisieren, aber auch, um Komplikationen vorzubeugen. Sie drohen Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion besonders durch die Einnahme von Jod, das eine thyreotoxische Krise auslösen kann.

Thyreotoxische Krise: Lebensbedrohlich kann die Einnahme von jodhaltigen Medikamenten oder jodhaltigen Röntgenkontrastmitteln werden: Innerhalb von 1–4 Wochen nach der Jodaufnahme droht eine extreme Schilddrüsenüberfunktion. Die thyreotoxische Krise („Schilddrüsenvergiftung“) kann bis zum Koma führen und ist trotz intensivmedizinischer Behandlung in 50 % der Fälle tödlich.

Leitbeschwerden

  • Rastlosigkeit, Nervosität, Zittern, Schlaflosigkeit
  • Psychische Auffälligkeiten
  • Schlechtes Vertragen von Hitze
  • Schweißausbrüche, warme und feuchte Haut, erhöhte Temperatur
  • Gewichtsverlust (trotz Heißhunger)
  • Durchfall
  • Erhöhte Pulsfrequenz
  • Brüchigkeit von Haaren und Nägeln
  • Hervortreten der Augäpfel (bei Morbus Basedow).

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen bei starker innerer Unruhe, verbunden mit Herzklopfen und erhöhter Körpertemperatur sowie bei nicht besser werdendem Durchfall und Gewichtsverlust.

Die Erkrankung

In ~ 30 % der Fälle wird die Schilddrüsenüberfunktion durch eine Schilddrüsenautonomie vereinzelter Schilddrüsenzellbezirke verursacht, die sich der Hormonregulation entziehen und ungehemmt („autonom“) Schilddrüsenhormon produzieren (autonomes Schilddrüsenadenom, meist nur Autonomes Adenom genannt).

Dahinter steckt Jodmangel, der dazu führt, dass die Schilddrüse nicht ausreichend Hormone bilden kann. Sie versucht dies mit vermehrtem Wachstum auszugleichen: ein Kropf entsteht, möglicherweise mit Knotenbildung.

In ~ 70 % der Fälle wird die Schilddrüsenüberfunktion durch eine Autoimmunerkrankung namens Morbus Basedow (Basedowsche Krankheit, Basedow-Krankheit) verursacht. Das Immunsystem bildet dabei „fälschlicherweise“ Antikörper (TSH-Rezeptor-Antikörper = TRAK), die die Schilddrüsenzellen zur ungehemmten Schilddrüsenhormonproduktion veranlassen. Der Morbus Basedow tritt familiär gehäuft auf, teilweise zusammen mit anderen Autoimmunerkrankungen wie Morbus Addison oder Diabetes mellitus. Bei zwei Drittel der an Morbus Basedow Erkrankten findet sich die endokrine Orbitopathie: Hier richten sich die „fälschlicherweise“ gebildeten Antikörper des Immunsystems auch gegen das Gewebe hinter den Augäpfeln und lassen diese charakteristisch hervortreten, was vom Mediziner als Exophthalmus bezeichnet wird.

Alle anderen Ursachen für eine Schilddrüsenüberfunktion sind viel seltener: Dazu gehören Schilddrüsenentzündungen wie die Hashimoto-Thyreoiditis, Schilddrüsenkrebs, Hypophysenadenome mit erhöhter TSH-Freisetzung, eine medikamentöse Überdosierung von Schilddrüsenhormonen oder ein starkes Überangebot an Jod, beispielsweise durch jodhaltige Kontrastmittel.

Die Prognose ist gut, Tumoren ausgenommen. Häufig ist jedoch eine lebenslange Medikamenteneinnahme notwendig.

Das macht der Arzt

Diagnosesicherung. Die Untersuchungen entsprechen denen der Abklärung eines Kropfs. Das TSH ist erniedrigt, T3 und T4 sind erhöht. Ultraschall und Szintigrafie zeigen charakteristische Veränderungen und Anreicherungsbezirke. Bei Verdacht auf Morbus Basedow werden die für die Krankheit verantwortlichen TSH-Rezeptor-Antikörper im Blut bestimmt. Eine Augenbeteiligung muss vom Augenarzt geklärt und gegebenenfalls mit Kortison, Strahlentherapie und/oder operativ behandelt werden.

Therapie. Jede Schilddrüsenüberfunktion wird mit Schilddrüsen bremsenden Medikamenten (Thyreostatika) behandelt, bis wieder normale Schilddrüsen-Blutwerte erreicht sind. Ein autonomes Adenom kann mit diesen Medikamenten nicht geheilt werden, weshalb eine Radiojodtherapie oder eine operative Teilentfernung der Schilddrüse nach einer Vorbehandlung mit Thyreostatika notwendig ist.

Bei der Operation wird das funktionsfähige Schilddrüsengewebe soweit verringert, dass der verbleibende Rest nicht mehr ausreicht, um den Körper mit einem Zuviel an Schilddrüsenhormonen zu überschwemmen. Reicht das restliche Schilddrüsengewebe nach der Operation und der Radiojodtherapie nicht mehr zur normalen Produktion an Hormonen aus, kommt es zur Schilddrüsenunterfunktion, die eine lebenslange Einnahme von Schilddrüsenhormonen erfordert (Hormonersatztherapie). Auch ein Morbus Basedow wird operiert, falls die Schilddrüsenüberfunktion nach Absetzen der Medikamente wieder aufflammt.

Sondertext: Thyreostatika (Medikamente gegen Schilddrüsenüberfunktion)

Radiojodtherapie. Die Radiojodtherapie ist eine sehr gezielte Strahlentherapie mit geringer Strahlenbelastung. Sie wird bei einem autonomen Kropf, bei Schilddrüsenkrebs, Schilddrüsenüberfunktion sowie bei Patienten mit einem erhöhten Operationsrisiko durchgeführt bzw. wenn eine Schilddrüsen-Operation abgelehnt wird.

Verwendet wird radioaktives 131Jod, das wie das normale Jod fast zu hundert Prozent von den Zellen des Schilddrüsengewebes und – im Falle eines Schilddrüsenkrebses – auch von jodspeichernden Metastasen aufgenommen wird. Das radioaktive Jod sendet nun Betastrahlen mit wenigen Millimetern Reichweite aus, was die umliegenden Schilddrüsenzellen zerstört – angrenzende Nachbarorgane aber verschont. Da autonome Bezirke das radioaktive Jod viel mehr speichern als die übrigen Zellen, eignet sich diese Therapie besonders bei verstreut in der Schilddrüse liegenden autonomen Bezirken. Die Radiojodtherapie kann auch bei jüngeren Patientinnen mit Kinderwunsch angewendet werden, zuvor muss eine Schwangerschaft jedoch ausgeschlossen und bis zu sechs Monate nach der Untersuchung sicher verhindert werden.

Die Erfolgsrate der Radiojodtherapie liegt bei ~ 90 %. Allerdings: Als vorübergehende Folgen der Strahlenbehandlung sind Entzündungen der Speicheldrüsen oder des Magens (Gastritis) möglich. Als späte Nebenwirkung drohen nach Jahren und Jahrzehnten in 1 % der Fälle Krebserkrankungen, am häufigsten eine akute Leukämie oder ein Schilddrüsenkrebs.

Nachsorge. Jede dieser Therapien erfordert regelmäßige, oft sogar lebenslange, Kontrolluntersuchungen der Schilddrüsen-Hormonspiegel im Blut (Laborcheck Schilddrüse).

Komplementärmedizin

Nur wenige Heilpflanzen beeinflussen das menschliche Hormonsystem, eine davon ist Wolfstrapp. In der Phytotherapie und Homöopathie werden sowohl der nordamerikanische Wolfstrapp (Lycopus virginicus) als auch der europäische (Lycopus europaeus) zur Behandlung der leichten Schilddrüsenüberfunktion verwendet. Deren medizinische Wirkung wird vor allem bestimmten sekundären Pflanzenstoffen zugeschrieben: Flavonoiden und Phenolcarbonsäure. Studien legen nahe, dass sie den Jodtransport und das die Schilddrüse stimulierende Hormon (TSH) hemmen und dadurch Beschwerden einer leichten Schilddrüsenüberfunktion lindern können.
Dennoch sollten wolftrapphaltige Präparate nur nach Rücksprache mit einem Arzt und in der ärztlich angeordneten Dosierung eingenommen werden. Bei zu hoher Dosierung über einen längeren Zeitraum kann sich die Schilddrüse vergrößern. Gegenanzeigen sind zu beachten. Wolfstrapp darf in keinem Fall bei Schilddrüsenunterfunktion oder bei einer Schilddrüsenvergrößerung ohne Funktionsstörung angewendet werden. Kontraindiziert ist auch die gleichzeitige Einnahme von Schilddrüsenhormonen sowie die Anwendung in Schwangerschaft, Stillzeit oder bei Kindern. Zu beachten ist ferner, dass wolftrapphaltige Arzneimittel die Ergebnisse einer Schilddrüsenuntersuchung (Szintigrafie) verfälschen.

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